Presseberichte

Müssen wir leiden am Lebensende?

Müssen wir leiden am Lebensende?

Müssen wir leiden am Lebensende?

Offenbach Post am 26.05.2010
Haben wir das Sterben verlernt? Sehen wir den Tod nicht mehr als natürlichen Teil des Lebens? Wie gehen wir mit dem Tod um, unserem eigenen und dem unserer Lieben? Müssen wir leiden und wie können wir Leiden mindern? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich das 2. Fachforum Palliativ-Versorgung am Samstag, 12. Juni im Congress-Park Hanau. Es richtet sich an Seelsorger, Ärzte, Hospizhelfer, Pflegepersonal und interessierte Bürger. Beginn der Veranstaltung ist um 9.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Spenden sind erwünscht.
“Auch dieses Jahr können wir wieder hochkarätige Referenten in Hanau begrüßen,” freut sich Dr. Maria Haas-Weber, Vorsitzende des Fördervereins Palliative Patienten-Hilfe Hanau e.V., der als Veranstalter des Fachforums auftritt. So etwa Dr. Harald Retschitzegger. Er ist Ärztlicher Leider der Palliativstation am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried und beleuchtet die Kultur des Lebens und des Sterbens aus medizinisch-literarischer Sicht.

Bischof Dr. Martin Hein, Bischof der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, betont daneben den zwischenmenschlichen Aspekt des Umgangs mit Sterbenden aus seelsorgerischer und theologischer Sicht. Professor Dr. Andreas Heller (Wien) hat als Ethiker in seinem Beitrag nicht nur die palliativmedizinische Versorgung von Tumorpatienten, sondern aufgrund der demographischen Entwicklung auch die alter, dementer oder mehrfach erkrankter Patienten im Blick.

Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Richard Carson Steuart (Trompete) und Christoph Wackerbarth (Posaune/Sousaphon).

Der Förderverein Palliative Patienten-Hilfe Hanau e.V. unterstützt die umfassende Behandlung und Begleitung von Patienten mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden beziehungsweise weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung. Sein Ziel ist es, insbesondere die intensive ambulante Versorgung unheilbar kranker Patienten in der Region zu verbessern, um eine bestmögliche Lebensqualität im häuslichen Umfeld zu schaffen und damit unnötiges Leiden zu ersparen.

Um die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren und ein Forum für ethische Diskussionen palliativmedizinischer Aspekte zu schaffen, organisiert der Förderverein im jährlichen Wechsel mit dem Fachforum Palliativversorgung ein öffentliches Gespräch für interessiere Bürger.